Der KulturRat Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat die Trägerschaft
für das Projekt Labor 1 - Junge Kunst in M-V gern übernommen.
Als Zusammenschluß im Kulturbereich tätiger Verbände und Organisationen
sieht der KulturRat sein Hauptanliegen darin, im Interesse
seiner Mitglieder auf Landesebene kulturpolitisch wirksam zu werden.
Dabei gilt es sehr wohl, starke Mitgliedsverbände zu unterstützen,
aber auch Wirkungs- und Darstellungsräume zu schaffen
für die jenseits etablierter Strukturen künstlerisch Tätigen.
Gerade in der Vielfalt der Stimmen, in einem zu entwickelnden
Facettenreichtum sehen wir die Stärke von Kunst und Kultur in diesem Bundesland.
In Kenntnis um fehlende Ausstellungsmöglichkeiten und oft auch
schwierige existenzielle Situationen junger Künstlerinnen und Künstler
unterstützt der KulturRat deren Initiative, Arbeiten im Land Mecklenburg-Vorpommern
in einer gemeinsamen Ausstellung zu präsentieren.
Wir hoffen, daß die Kräftebündelung junger Kunst in Labor 1
auch für andere Sparten von motivierender Wirkung ist.
Der KulturRat setzt sich für eine lebendige und für künstlerische Strömungen
und Experimente offene Landeskulturpolitik ein. In die Sinn- und Wertorientierung
der Menschen müssen Kultur und Kunst eingebunden werden: Sie suchen Antwort
auf Fragen des menschlichen Lebens und Zusammenlebens. Dadurch wird das Nachdenken
und die Auseinandersetzung über Wertvorstellungen in den gesellschaftlichen
Beziehungen der Menschen angeregt.
Für die Kulturpolitik in Mecklenburg-Vorpommern in der sich verändernden
gesellschaftlichen Situation sehen wir drei zentrale Aufgaben:
das Schaffen eines anregungsreichen kulturellen Milieus,
das Ermöglichen ergebnisoffener kultureller Prozesse,
das Herstellen kultureller Öffentlichkeit.
Die Übernahme und Begleitung des Projektes Labor 1 - Junge Kunst in M-V
ist ein Beispiel dafür, daß sich der KulturRat diesen Aufgaben
verantwortungsbewußt stellt.
Thomas Weiß
Sprecher des KulturRates Mecklenburg-Vorpommern e.V.