Labor 1Sander & Sachsenmaier




Toys / 1997 / Videoprojektion auf Holzobjekt / 160 x 160 x 30 cm




Zum Arbeiten im Dunkeln ...
... Ziel ist die Schaffung eines Ortes für den Gebrauch von Bildern und Klängen. Isoliert vom alltäglichen Umfeld bieten die Lichtinstallationen dem Betrachter einen Raum zur Reflexion. Seine Wahrnehmung wird durch unterschiedliche Elemente sensibilisiert. In der Dunkelheit der Räume entsteht Konzentration auf das Sehen und Hören. Das gebündelte Licht suggeriert virtuelle Bilder, deren Geschwindigkeit die zeitliche Wahrnehmung verändert. Der Klang vermittelt die Atmosphäre des Raumes, in dem die installierte Architektur zum Bildträger wird. Die vertonten Lichtprojektionen aktivieren individuelle Erfahrungswerte, die im Gedankenfluß des Betrachters zirkulieren und unterschiedliche Reaktionen hervorrufen.
    Andreas Sachsenmaier

                Ausstellungen  


... das Videoskop ist ein Außenseiter unserer Arbeiten,
bei dem es sich nicht - wie herkömmlich - um eine Projektion im Raum handelt,
sondern um eine Videoskulptur.
Die Gemeinsamkeit mit anderen Installationen besteht jedoch im Grundprinzip,
reale Bilder - die uns der Alltag bietet - festzuhalten und zu verfremden.

... bei Toys war die Arbeitsweise ganz anders.
Das Filmmaterial für die Installation Toys ist in einzelnen Trickphasen (Einzelbildern) aufgenommen worden,               
ähnlich einem Puppentrickfilm.
Die Dinge bewegen sich innerhalb eines vorgeschriebenen Rasters,
das dem des anzuprojizierenden Objektes entspricht.
Bei der Aufname eines Einzelbildes wurde der Ton,
die momentane Atmosphäre im Raum,
zeitgleich aufgezeichnet.
Das hat zur Folge, daß man - beim Abspielen des Filmes -
eine schnelle Aneinanderreihung von Tonfetzen hört,
die zwar ein synchrones, aber doch sehr eigentümliches Verhältnis zum Bildgeschehen eingehen ...

... wir werden fälschlicherweise immer als Videokünstler bezeichnet,
weil wir uns der Videotechnik bedienen.
Ich denke, das was wir machen, ist noch etwas anderes.
Wir erzeugen zwar Videofilme,
aber doch hauptsächlich zu dem Zweck,
sie in einen Raum oder auf ein plastisches Gebilde zu projizieren.
Die Illumination des Raumes,
die Beeinflussung einer plastischen Oberfläche durch bewegtes farbiges Licht ist unsere Ausdrucksform.
Zum ganzheitlichen Erleben des Raumes kommt das auditive Erleben - der Klang - hinzu.

   Thomas Sander


                                                                          


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Sander & Sachsenmaier Projekte (Auswahl) 1990 Kunsthalle Rostock, »Eigenartig - ein Wechselbad der Gefühle«, Performance mit surrealistischer Modenschau und N8-Schmalfilmprojektion, Projektgruppe, Heiligendamm 1989 1990 Heiligendamm Stahlision, N8-Schmalfilm, 12 min., »Denkwürdige Ereignisse der Sabine D. an der Küste« 1993 »R.O.I.«, Raum-Objekt-Installation zum 3. FilmKunstFest im soziokulturellen Zentrum Speicher, Schwerin, Raum- und Lichtinstallation mit Pappmacheobjekten und Videosequenzen, 1994 Performance zur Eröffnung der Schmuckmesse USSIFA, Hamburg, Körperobjekte und Videoprojektionen, 1994/95 »Bildsequenzen«, Ausstellungsprojekt in der städtischen Galerie am Pfaffenteich, Schwerin, Video Bild Objekte - projizierte Rauminstallationen, 1995/96 Bremen, »Bildsequenzen II«, Ausstellungsprojekt in der Galerie des Westens GaDeWe, Video Bild Objekte - projizierte Rauminstallationen 1996 Projektion auf Häusergiebel in der Rostocker Altstadt 1997 »Topos«, Ausstellungsprojekt in der Galerie 68elf, Videoprojektionen im Raum, Köln 1997 »Passage I«, Installation in der Einkaufspassage Bleicher Ufer, Videoprojektionen, Schwerin 1997 »Bewegte Bilder«, Projektionen im Raum, Ausstellungsprojekt für Schwerin und Weimar, Galerie im Speicher - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Spiegelbrunnen / 1997/98
Installation, Metall, Spiegel / Monitor / 170 x 260 x 260